GRENZVERKEHR Stundenzimmer | Bettina Bohne

Dauer

25. Juli bis 25. September 2021

Ort

Schauraum ZollART | Falle 10 | 6842 Koblach

Öffnungszeiten

rundum jederzeit einsehbar!

PROSTITUTION

In Vorarlberg ist Prostitution illegal und verboten. Sexarbeit findet deshalb im Verborgenen vor allem in privaten Wohnungen statt. Bordelle sind in Österreich zwar gesetzlich erlaubt, werden aber in Vorarlberg auf Gemeindeebene nicht genehmigt. Die Auslegung des Sittenpolizeigesetzes ist Ländersache.

Das Thema Prostitution wirft sozialarbeiterisch und aus feministischer sowie aus Menschenrechtsperspektive relevante Fragestellungen auf und eröffnet sensible Handlungsfelder. Im angrenzenden Kanton St. Gallen in der Schweiz, jenseits des Rheins, ist der gesellschaftlich-politische Umgang mit dem Thema liberaler, Prostitution findet in legalen Etablissements statt.

Prostitution an sich ist in ihrer umfassenden Vieldimensionalität seit Menschen-gedenken mit Tabus behaftet und hat immer in allen Gesellschaftsschichten existiert. Je nach dem Grad der Offenheit und Liberalität einer Gesellschaft sowie der politischen Verhältnisse, sind prostitutive Verhältnisse legalisiert, was für Prostituierte immer Schutz für die persönliche Gesundheit ermöglichte.

Unter den politischen Verhältnissen hüben und drüben des Rheins fahren die Vorarlberger wohl auch in Zukunft über die Rheinbrücke ins Puff. Die einschlägige Lokaldichte in den Schweizer Grenzorten ist signifiknat. Prostitution kennt keine Grenzen.

GRENZVERKEHR

Der Sextourismus und Grenzverkehr zwischen Westösterreich und der Ostschweiz steht im Fokus meiner künstlerischen Auseinandersetzung und der Installation eines fiktiven „Stundenzimmers“ im ehemaligen Zollamt Koblach. Im Fokus der Installation steht die Situation in Vorarlberg.Recherchen im Kontext der illegalen Sexarbeit in Vorarlberg versus der Schweizer Rotlichtszene und der aktuelle Forschungsstand erlauben es, mit einem Projekt zum Thema Rotlichtmilieu an der Grenze „Stundenzimmer“ öffentlich zu werden.

„Stundenzimmer“

2 Monate soll in der installativen Inszenierung ein fiktives Stundenzimmer im Schauraum in Koblach entstehen. Ein künstlerisches Statement, um das offiziell bordellfreie Vorarlberg und den männlichen Besucherstrom in die benachbarte Schweiz in seiner komplexen Problematik und Realität zu visualisieren.

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Interview auf vol.at mit Künstlerin Bettina Bohne

Fotonachweis | Bettina Bohne